Samstag, 26. Mai 2012

26.05.2012 No Water, but Snow

Das Frühstück im Best Western kommt erwartungsgemäß nicht ans Hilton ran, ist aber trotzdem voll ok.
Tiguan im falschen Canyon
Eben Kühltasche packen und los geht´s. Ach ne, da war ja noch was. Richtig, die gelbe Lampe erinnertuns daran, dass der Reifen hinten links etwas schwach auf der Brust ist. Gestern haben wir festgestellt, dass fast neben dem Hotel ne Enterprise Bude ist. Denen gehört ja National. Also mal eben dort Vorgesprochen: Der Mietwagenmann ist der, der gestern an der Nationalbude am Flughafen war. Er erkennt mich wieder und 5 min später sitzen wir im nem Tiguan. Alles gut. Auch wenn man in Amiland eigentlich lieber Ami fährt...
Dann geht es los nach Hildale. Ein kleines Kaff in Utah. Uns fällt hier die komische, an Amische erinnernde Kleidung der Leute auf. Die teils modernen Häuser haben alle einen hohen Zaun drumherum. Haben die was zu verbergen?? Ja, haben sie...
Nun ja, wir waren aber nicht hier weil ich noch drei Minderjährige heiraten wollte, sondern zum Wandern. Es sollte in den Water Canyon gehen. Sollte? Ja, denn uns kam ne Kleinigkeit dazwischen. Wir fahren gemäß der Beschreibung durch Hildale. Allerdings verpasse ich den Abzweig zur Water Canyon Road und wir bleiben auf der Canyon Road. Die Beschreibung, auch die des Trailheads, passt auch hier. Am Trailhead stehen auch schon zwei Autos. Also haben wir keine Zweifel richtig zu sein. Wir versuchen unser Glück am Creek entlang. Nach 500m ist es so zugewuchert, da geht nix mehr. Also links hoch. Nach 1 Std stellen wir im sandigen Steilhang fest, auch hier geht nix.
Mareike anne Stange
Also zurück zum Trailhead und rechts hoch. Wieder steil und sandig. Auch hier ist nach 45 min Ernüchterung angesagt. Wat ein Mist. Also zurück. In der Stadt treffen wir nen Polizisten: Water Canyon, ja klar, nächste links. Super. Ein Canyon zu weit gefahren. Sehen aber auch alle gleich aus - muss an der Stadt liegen...
Da es schon kurz nach 13 Uhr ist lohnt sich die Sache heute nicht mehr. Also mal wieder Zeit für Plan "B". Da kein Beach in der Nähe und es für ein Bier zu früh ist muss mal was anderes her.
Wir ziehen das morgige Programm in Form des Snow Canyon SP einfach auf heute vor. Der Canyon ist ja nur 10 KM vom Hotel entfernt, das lohnt sich also noch. Wir entscheiden uns für den Whiterocks Trail in Verbindung mit den Lava Coves. Im Whiterocksamphitheatre schieben sich dicke Wolken vor. Hm, weiße Steine mit bewölktem Himmel - super Kontrast.
Snowcanyon SP
Weiter geht es dann zu den Lave Caves. Haben ja lange keine Lava mehr gesehen. Dank Stirnlampe sieht man in der Höhle auch was. Aber was ist das? Am Ende steht eine Familie und knickt ein Knicklicht nach dem anderen, reisst es auch und schleudert sie Flüssigkeit durch die Höhle. Die sieht jetzt aus, als wenn ne Diskokugel explodiert wäre. Naja. Von mir aus. Hauptsache die nehmen den ganzen Plastikmüll wieder mit, denn die Höhle wimmelt von verbrauchten Knicklichtern...
Dann stapfen wir wieder zurück zum Auto. Der Canyon ist ne schöne Notlösung. Man hat hier alles: Weiße Steine, rote Steine, gelbe Steine, Lava, Höhlen, Sanddünen, Slotcanyons - wer mal knapp mit Urlaub ist und für den Südwesten nur 3 Tage hat, der kann sich hier das Komplettprogramm geben - hoffentlich liest das jetzt kein japanischer Reisebus...
Im Hotel essen wir ne Kleinigkeit und Mareike wäscht. Wir ruhen uns für morgen aus, denn da wird der Water Canyon ein zweites mal angegangen...

Kommentare:

  1. Herrlich, der falsche Canyon... kann mal passieren und wenn man dann noch den AllesineinemCanyon macht, ist der Tag trotzdem gerettet... hau rein, Waldi... kommt bestimmt noch nen Flash Flood ;-))

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  2. Jau, im Nachhinein kann man drüber schmunzeln. Erinnerungen an den Yellow Rock werden wach. Wichtig ist, das es immer ne zweite Chance gibt. Flash Flood gibt es hoffentlich nur inne Bierbüchse...

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